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Berührende Gedenkfeier am Friedhof Winzendorf für die Brandopfer in der Munitionsfabrik Wöllersdorf 1918

Foto für Berührende Gedenkfeier am Friedhof Winzendorf für die Brandopfer in der Munitionsfabrik Wöllersdorf 1918

Bildtext (v.l.n.r.): Beate Pokorny (Obfrau des Kulturvereins), Reinhard Knobloch (Bürgermeister Bad Fischau), Dr. Gertrude Langer-Ostrawsky (NÖ Landesarchiv), Ing. Gerhard Kofler (Projektinitiator), Ernestine Sochurek (Bürgermeisterin Winzendorf-Muthmannsdorf), Michael Zehetner (Bürgermeister Waldegg), Klaus Pfeffer (Gemeinderat Hohe Wand) und Josef Wanzenböck (Vizebürgermeister Winzendorf-Muthmannsdorf).

Die Gedenkfeier am Freitag den 28. Sept. 2018 für die 423 Opfer – davon 14 aus Winzendorf –  der Brandkatastrophe in der Munitionsfabrik Wöllersdorf vom September 1918 erfreute sich vieler Besucher von nah und fern. Über 130 Menschen aus Winzendorf und Umgebung, dem Burgenland, Wien und aus dem Waldviertel kamen, um an dieser berührenden Feier teilzunehmen, die vom Kulturverein Winzendorf veranstaltet wurde. Menschen aus allen Gesellschaftsschichten mit den unterschiedlichsten politischen Einstellungen fanden sich zum Gedenken ein. Sie wurden durch ein Fackelspalier der  Winzendorfer Feuerwehr empfangen und von Frau Bürgermeisterin Ernestine Sochurek begrüßt.

Nach der Eröffnungsrede der Bürgermeisterin und einer Fanfare wurde die Gedenkstätte feierlich enthüllt. Dann sprach der Initiator des Projekts, Ing. Gerhard Kofler, über die Katastrophe, die Opfer, erklärte die Symbolik der vier Gedenksteine und fordert dazu auf, allen Vorzeichen und Ansätzen gegen Krieg und Verhetzung entgegen zu treten, im Sinne des Mottos der Veranstaltung „Nie wieder Krieg!“.  Die Historikerin vom NÖ Landesarchiv Frau Dr. Gertrude Langer-Ostrawsky gab Einblick in die Rolle der Frauen in der damaligen Zeit als „Soldatinnen des Hinterlandes“, die nicht nur die Familie versorgten sondern in den Fabriken die Produktion und natürlich auch die Kriegsproduktion am Laufen hielten. Die Reden wurden von der  ergreifender Geigenmusik des Ave Maria und Amazing Grace umrahmt. Zum Abschluss lud Beate Pokorny, die Obfrau des Kulturvereins, zur themenbezogenen Ausstellung und zum Buffet ins nahe Volksheim.

Im Volksheim war auch eine 50seitige Broschüre erhältlich, die nach kurzem vollkommen vergriffen war. Bei der Kollekte wurden insgesamt Eur 815,- gesammelt, die gemeinsam mit dem Beitrag der Gemeinde, des Kulturvereins und der großzügigen bereits vor der Veranstaltung eingegangenen Spenden die Materialkosten für Gedenkstätte und Broschüre zum größten Teil abdecken. Eine 2. Auflage der Broschüre wird derzeit vorbereitet. Interessenten können diese über die Gemeinde, den Kulturverein oder Herrn Kofler beziehen.

Die Veranstalter danken allen Besucherinnen und Besuchern herzlichst für die Teilnahme an dieser berührenden und informativen Feier. Besonderer Dank ergeht von Frau Bürgermeister Sochurek an die teilnehmende Bürgermeister-Kollegen aus Bad-Fischau, Waldegg, Hohe Wand und dem Vizebürgermeister von Winzendorf-Muthmannsdorf und den teilnehmenden Gemeinderätinnen und Gemeinderäten, den WinzendorferKulturverein und an die Winzendorfer Feuerwehr.


FOTOS der Gedenkfeier:
(Foto (C) Ing. Paul Scheibenreif, Mag. Ulla Forsthuber, DI Erwin Reidinger)
http://www.winzendorf-muthmannsdorf.gv.at/Beruehrende_Gedenkfeier_fuer_die_
Brandopfer_der_Munitionsfabrik_Woellersdorf_1918


Broschuerentitel_Nie-wieder-Krieg_web
Inhalt und Geleitworte der 50seitigen Gedenkbroschüre:
Datei herunterladen: PDFNie-wieder-Krieg_GEDENKBROSCHUERE_Einleitungsseiten[1].pdf

 

01.10.2018